Faszination Klettersteiggehen

Komplettausrüstung - Made by EDELRID

EDELRID Klettersteig-Ausrüstung Klettersteigset Jester
Faszination Klettersteiggehen

Komplettausrüstung - Made by EDELRID

Welche Klettersteig-Ausrüstung ist die Richtige?

Hier findest du alle wichtigen Infos, die du beim Kauf deiner Klettersteig-Ausrüstung beachten solltest!

Der Klettersteigboom ist ungebrochen. Jahr für Jahr schießen neue „Eisenwege" wie Pilze aus dem Boden. Ein Ende ist nicht absehbar. Das Portfolio reicht von einfach versicherten Wanderwegen bis hin zu extrem schwierigen „Funparks" mit Seilen, Netzen und Seilrutschen. Der zentrale Ausrüstungsgegenstand beim Klettersteiggehen ist das Klettersteigset. Wie eine Nabelschnur verbindet es den Kletternden mit dem Drahtseil.

Der Markt bietet heute eine Vielzahl innovativer Klettersteigsets und Kletterausrüstung.

Um einen Klettersteig sicher begehen zu können, wird die richtige Ausrüstung benötigt. Die kletterspezifische Grundausrüstung besteht aus:

1. Klettersteigset (EN 958:2017)
2. Klettergurt (EN 12277-C)
3. Helm (EN 12492)
4. Handschuhe

Je nach Anforderungen und Schwierigkeit eines Klettersteiges empfiehlt sich die Mitnahme von weiterer Sicherheitsausrüstung.

Klettersteig wichtigste Ausrüstung

Das Klettersteigset

Das Klettersteigset ist der zentrale Ausrüstungsgegenstand in jedem Klettersteig. Über das Klettersteigset ist der Klettersteiggeher wie an einer Nabelschnur mit dem Drahtseil verbunden. Das Klettersteigset hat eine Y-Form und besteht aus zwei Karabinern, die über zwei Äste mit einem textilen Bandfalldämpfer verbunden sind. Durch das Aufreißen des Bandfalldämpfers wird im Sturzfall, die Sturzenergie (Fangstoß) absorbiert und der Sturz wird so dynamisch abgebremst. Das Klettersteigset wird über ein eingenähtes Band mittels Ankerstich direkt in die Einbindeschlaufe des Klettergurts eingeknotet. Damit die sichere Verbindung zwischen Klettersteiggeher und Drahtseil bestehen bleibt, muss zu jeder Zeit mindestens ein Karabiner am Drahtseil eingehängt sein. Um eine Redundanz im System zu haben sollten allerdings, außer beim Umhängen an einer Verankerung, immer beide Karabiner eingehängt sein.

 

 

 

Wie ist ein modernes Klettersteig-Set aufgebaut?

Das Klettersteigset ist der zentrale Ausrüstungsgegenstand in jedem Klettersteig. Über das Klettersteigset ist der Klettersteiggeher wie an einer Nabelschnur mit dem Drahtseil verbunden. Das Klettersteigset hat eine Y-Form und besteht aus zwei Karabinern, die über zwei Äste mit einem textilen Bandfalldämpfer verbunden sind. Durch das Aufreißen des Bandfalldämpfers wird im Sturzfall, die Sturzenergie (Fangstoß) absorbiert und der Sturz wird so dynamisch abgebremst.

Das Klettersteigset wird über ein eingenähtes Band mittels Ankerstich direkt in die Einbindeschlaufe des Klettergurts eingeknotet. Damit die sichere Verbindung zwischen Klettersteiggeher und Drahtseil bestehen bleibt, muss zu jeder Zeit mindestens ein Karabiner am Drahtseil eingehängt sein. Um eine Redundanz im System zu haben sollten allerdings, außer beim Umhängen an einer Verankerung, immer beide Karabiner eingehängt sein.

1. Klettersteigkarabiner
2. Elastische Äste
3. Swivel
4. Bandfalldämpfer
5. Einbindeschlaufe

 

 

 

Der Klettergurt

Ohne Klettergurt geht es nicht! Das Klettersteigset ist vorne an der Einbindeschlaufe mit dem Klettergurt verbunden. Stürzt der Klettersteiggeher, so wird die Last flächig auf Oberschenkel und Lendenbereich übertragen. Dadurch wird die Wirbelsäule weniger stark belastet. Im Idealfall trägt der Hüftgurt nicht auf und ist auch auf langen Touren komfortabel zu tragen. Für Kinder und unerfahrene Kletterer empfiehlt es sich, zusätzlich zum Hüftgurt, einen Brustgurt oder einen Komplettgurt einzusetzen. Dadurch ist die Position im Sturzfall aufrecht und es besteht nicht die Gefahr eines Überkopfsturzes. Auch wenn der Klettersteiggeher einen schweren Rucksack trägt, ist es ratsam auf die Kombination von Brust- und Hüftgurt zurückzugreifen.

 

 

 

Die Weltneuheit von EDELRID: Jester & Jester Comfort

Die Weltneuheit aus dem Hause EDELRID! Der Jester Comfort ist der erste Gurte, der speziell für das Klettersteiggehen entwickelt wurden. Die Innovation dabei ist, dass der Bandfalldämpfer in die Beinschlaufen des Gurtes integriert wurde. Somit ist der Jester Klettersteigset und Klettergurt in einem. Der große Vorteil dieser Konstruktion ist die volle Bewegungsfreiheit und ein unvergleichlicher Bedienkomfort. Durch das Weglassen eines externen Bandfalldämpfers ist das komplette System quasi „in sich geschlossen" und für den Anwender deutlich übersichtlicher und einfacher in der Anwendung. Kein externer Bandfalldämpfer baumelt beim Laufen und Klettern zwischen den Beinen. Durch den integrierten Falldämpfer muss auch kein externes Set mehr an einem Klettergurt mittels Ankerstich befestigt werden – somit wurde die Fehlerquelle einer falschen Befestigung des Sets eliminiert. Du möchtest mehr über den Jester erfahren?

 

 

 

Der Helm

Der Helm schützt den Klettersteiggeher vor Steinschlag und Verletzungen beim Anschlagen des Kopfes bei einem Sturz. Der Helm sollte leicht sein, gut sitzen, Lüftungsöffnungen haben und sich problemlos auf jede Kopfgröße und -form
einstellen lassen.

 

 

 

Die Handschuhe

Zu jeder Zeit ist es zu empfehlen im Klettersteig enganliegende Lederhandschuhe zu tragen. Da das Drahtseil an manchen Stellen scharfe Litzen, oder spitze Enden aufweist, kann es ohne Handschuhe beim Mitführen der Karabiner zu Verletzungen kommen. Wichtig ist ein fester Handgelenksabschluss. Er verhindert das Herausrutschen aus den Handschuhen, wenn man stark schwitzt.

 

 

 

zusätzliche Seilsicherung

Es gibt durchaus Situationen, in denen eine zusätzliche Seilsicherung sinnvoll sein kann. Sei es um ungeübten Kletterern oder Kindern ein zusätzliches Gefühl von Sicherheit zu vermitteln, oder in senkrechten oder schwierigen Passagen das Sturzrisiko zu minimieren. Für Leichtgewichte unter 40 kg gibt es derzeit keine Klettersteigsets. In diesem Fall bleibt einem nichts Anderes übrig, als konsequent von einem Fixpunkt aus nachzusichern. Dies setzt allerdings das Beherrschen der notwendigen Seil- und Sicherungstechnik voraus.

Für eine Seilsicherung von oben benötigt man zusätzlich ein kurzes Seil (20-30 Meter sollten genügen) einen HMS-Karabiner, eine 60 cm lange Bandschlinge und ggf. 2–3 Expressschlingen zur Absicherung von Quergängen um unangenehme Pendelstürze zu vermeiden.

Die Seilsicherungsmethode dient in erster Linie der Überwindung von Steilstufen oder technisch anspruchsvollen Passagen. Sie sollte im Klettersteig nicht dauerhaft zum Einsatz kommen, da sie mit einem relativ hohen Zeitaufwand verbunden ist (Staugefahr). Vielmehr gilt es, durch eine dem persönlichen Leistungsniveau angepasste Tourenauswahl den Einsatz der Seilsicherungsmethode möglichst gering zu halten.

 

 

 

Das komplette Sicherungsset: Via Ferratea Belay Kit

Zum Nachsichern von Kindern oder ungeübten Personen in senkrechten und schwierigen Passagen kann das Mitführen eines Kletterseils durchaus sinnvoll sein. Dies setzt allerdings voraus, dass der Vorsteiger einen umfangreichen Erfahrungsschatz in Seil- und Sicherungstechnik mitbringt und diese auch beherrscht. Deutlich einfacher geht es mit dem Via Ferrata Belay Kit von EDELRID. Das Via Ferrata Belay Kit besteht aus einer Sicherungsplatte mit automatischer Rücklaufsperre und einem 15 m Sicherungsseil mit vernähten Endverbindungen. Es ist besonders leicht und kompakt und lässt sich dank Farbcodierung intuitiv bedienen. Verpackt in einem praktischen Transportbeutel sollte dieses Set in keinem Rucksack fehlen.
Du möchtest mehr über das Via Ferrata Belay Kit erfahren?

 

 

 

Die neue Klettersteigfibel - alles was du zum Thema Klettersteig wissen musst

Wir bei EDELRID haben diese Fibel geschrieben, um unser fundiertes Wissen über Klettersteigsets zu teilen. Diese Fibel enthält wertvolle Tipps für die Auswahl, Handhabung und Pflege des eigenen Klettersteigsets. Darüber hinaus geben wir einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen der neuen Norm für Klettersteigsets EN 985:2017).

 

 

 

Was ist ein Klettersteig?

GESCHICHTE & SCHWIERIGKEITSGRADE

Bei einem Klettersteig, auch „Via Ferrata" (ital. für Eisenweg) genannt, handelt es sich um einen alpinen Weg, der ganz, oder teilweise durch ein fixes Drahtseil abgesichert ist. Das Drahtseil ist je nach Geländeform in unterschiedlichen Abständen mit dem Fels verankert und dient sowohl als Aufstiegshilfe als auch zur Selbstsicherung. Manche Klettersteige sind auch mit zwei unterschiedlichen Drahtseilen, eines zum Halten, eines zur Sicherung ausgestattet. Neben den Drahtseilen sind oft auch Eisenleitern, -stifte oder Trittstufen in den Fels eingelassen oder Tritte und Griffe als Steighilfe in den Fels gemeißelt. Durch diese Hilfestellungen und die Sicherung am Drahtseil können auch Sportler mit wenig Klettererfahrung einen solchen Steig begehen.

Das Klettersteiggehen erlebte in den letzten Jahren einen regelrechten Boom. Die bewegte Geschichte von Klettersteigen reicht weit in das 19. Jahrhundert zurück. Auch vorher gab es schon vereinzelt Wege durch die Berge. Diese waren aber rein wirtschaftliche Transportwege mit Steighilfen aus Holz, jedoch ohne Absicherung.

Erste Klettersteige
Schon 1843 wurde der erste Klettersteig am Dachstein in der Steiermark errichtet. Das Team um Friedrich Simony sicherte damals erstmals einen alpinen Weg dauerhaft mit Eisen ab. Bis 1903 folgten Klettersteige am Großglockner, an der Zugspitze und in den Pyrenäen.

Kriegs-Klettersteige
Als im ersten Weltkrieg ein erbitterter Kampf um die Gipfel der Alpen zwischen Österreich-Ungarn und Italien entbrannte, wurden Zugangsklettersteige für die Versorgung mit Nachschub in den Berg gebaut. Ein solcher Klettersteig befindet sich zum Beispiel am Toblinger Knoten. Dieser und ähnliche Klettersteige werden meist in den Klettersteigführern als „historische Klettersteige" geführt.

Moderne Sportklettersteige
Heutige Klettersteige haben meist einen sportlichen Charakter. Hier werden besondere Elemente, wie Seilbrücken oder überhängende Passagen mit höherer Schwierigkeit integriert. Die sportliche Herausforderung steht hier klar im Mittelpunkt, meist gekrönt von einem tollen Gipfelerlebnis. Heute gibt es durchaus auch reine Sportsteige oder Fun- Klettersteige. Hier steht nicht das alpine Ziel, sondern der Klettersteig an sich im Fokus. Teilweise finden sich sogar Steige an alten Silos oder ähnlichen Industrieanlagen.

Schwierigkeitsgrade
Derzeit gibt es noch keine einheitliche Schwierigkeitsskala für Klettersteige. Je nach Land und Führerautor, wird eine der unten aufgeführten Skalen verwendet. Allerdings findet kein Abgleich zwischen den Bewertungen statt. Diese können zum Teil erheblich von einander Abweichen und sind daher nur als grobe Anhaltspunkte zu sehen. Neben den reinen Schwierigkeiten sollten aber auch andere Faktoren wie Zustieg, Dauer oder Höhenunterschied bei der Tourenplanung mit in Betracht gezogen werden.

Klettersteig Schwierigkeitsgrade Länder